n°04 (September, Oktober, November)
Willkommen im Herbst
Der Herbst hat seine eigene Sprache: kühle Morgenstunden, warmes Licht, gelbe Felder. Es ist die Zeit, in der wir sehen können, was gewachsen ist – und spüren, dass vieles nicht in unserer Hand liegt. Genau darum geht es auch beim Erntedankfest. Es ist kein nostalgischer Brauch aus alten Zeiten, sondern eine Einladung innezuhalten: für das, was gelungen ist, für das, was uns trägt und für das, was wir miteinander teilen.
In Burgdorf wird diese Zeit sichtbar und lebendig – beim Dreschefest, beim Ernteumzug, auf dem Kartoffelmarkt, bei Festen, Musik und Begegnungen. Menschen kommen zusammen, schauen zurück und nach vorn. Dankbarkeit wird nicht nur gedacht, sondern gefeiert. Und vielleicht ist das heute wichtiger denn je: sich bewusst zu machen, was da ist, statt nur auf das zu schauen, was fehlt.
Das vor Ihnen liegende Heft nimmt Sie mit durch die kommenden Wochen: von großen Festen bis zu leisen Momenten, von Musik und Begegnung bis zu Themen, die zum Nachdenken anregen. Es erzählt von Menschen, die sich engagieren, und von neuen Ideen, die wachsen.
Außerdem begegnet Ihnen Cato Bontjes van Beek, deren Namen die fusionierte Kirchengemeinde Burgdorf tragen wird. Das Gemälde auf dem Titel dieser Ausgabe wurde von ihrem Großvater, dem Maler Heinrich Breling, 1912 bei Fischerhude gemalt. Er wurde 1849 in Burgdorf geboren und lebte von 1892 bis zu seinem Tod 1914 mit seiner Familie in der Künstlerkolonie bei Bremen, die er selbst mitbegründet hatte. Seine jüngste Tochter Olga heiratete den Künstler Jan Bontjes van Beek. Ihre Tochter Cato wuchs mit ihren Geschwistern in Fischerhude auf. Auf den nächsten Seiten erfahren Sie mehr über Cato Bontjes van Beek und die Gründe der Kirchenvorstände, unsere gemeinsame Kirchengemeinde nach ihr zu benennen.
Wir laden Sie ein, mitzufeiern, mitzudenken, dem nachzugehen, wofür sich (Ernte)danken lässt.
Pastor Matthias Freytag