Projekt Urgeschíchten


Im Rahmen der Veranstaltungen zur Gartenregion Hannover 2009 führt am kommenden Montag, dem 15. Juni der Kirchenkreis seine Plakataktion zum Projekt "Urgeschichten" fort - dieses Mal gemeinsam mit der Martin-Luther-Gemeinde. Das zweite Plakat "frei sein?" wird am Ortsein- und ausgang von Ramlingen-Ehlershausen aufgestellt:
Ehlershausen: Kreisstrasse 117 (Ramlinger Str.) / vor dem Schwarzenbergsfeld rechte Seite in Richtung Ortskern. Ramlingen: Kreisstraße 121 (Messenberg) rechte Seite, hinter der Straße Grashöfe in Richtung Otze.
Der Plakatierer, Wilhelm Hasselbring, wird um 18.00 Uhr mit dem Plakat an der K 117 beginnen. Seitens der Martin-Luther-Kirchengemeinde werden Pastorin Susanne Paul und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Aktion das "Fest der Sinne" im Ramlinger Waldbad vorbereiten, die Plakatierungsaktion begleiten.
Neben dem Plakatmotiv findet sich eine Zusammenfassung der biblischen Schöpfungsgeschichte von Superintendent Ralph Charbonnier.
Zum Hintergrund der Aktion: Vier Fotomotive, die sich auf die vier biblischen Ursymbole der Menschheit beziehen, werden mit vier verschiedenen Veranstaltungen an vier unterschiedlichen Orten als Großplakate in der Landschaft präsentiert. Dazu werden die Bildmotive im Kontext zur jeweiligen Urgeschichte ohne Kommentar, nur mit einer Kernaussage und der Internetadresse der Kirchengemeinde versehen, auf Großplakaten an stark befahrenen Straßen des Veranstaltungsortes (Ortsein- und ausgang) aufgestellt. Kleinere Plakate, die in den Orten für die Veranstaltungen werben, beinhalten das gleiche Fotomotiv – ergänzt um Angaben zur Veranstaltung. So sorgen sie für einen Wiedererkennungseffekt zum Großplakat. Ebenso tauchen die Motive auf der Internetseite der Kirchengemeinden – ergänzt um inhaltliche Erläuterungen - auf. Die Kernaussagen werden durch Veranstaltungen vor Ort noch einmal auf ganz andere Weise umgesetzt
- Zukunft haben! Menschliches Leben ist immer gefährdet durch schicksalhafte Ereignisse wie durch schuldhaftes Tun, zugleich aber erfahren Menschen Bewahrung, neue Perspektiven, persönliche und gesellschaftliche Zukunft. Dieses zu Noah und dem Bund gehörende Bildmotiv wird mit einem großen Tauffest in Uetze-Benrode verbunden (Sonntag, 7. Juni, 15.00 Uhr, Gut Buhmann Benrode 3 - Uetze). Die Taufe als Gottes Zusage für die Zukunft in seiner Liebe und in seiner Begleitung gewinnt hier auf besondere Weise Gestalt
- frei sein? Menschen verdanken ihre Existenz nie nur anderen Menschen oder sich selbst. Sie sind geschaffen, finden sich vor, zugleich aber sind sie zur verantwortlichen Gestaltung der Wirklichkeit beauftragt. Dieses Bildmotiv zur Schöpfung wird mit einem „Fest der Sinne“ im Ramlinger Waldbad verbunden (Freitag, 26. Juni, 17.00 Uhr). Angebote für alle fünf Sinne, Kooperation mit Vereinen vor Ort, insbesondere Einladung an die Neuzugezogenen, gehören zu den Elementen dieses Festes.
- Gott sein wollen? Menschen übersehen ihre eigenen Grenzen, übernehmen sich, wenn sie nach übermenschlicher Macht streben, sind aber faktisch durch die Vielfalt der Sprachen und Völker in Grenzen verwiesen. Dieses zum Turmbau zu Babel gehörende Bildmotiv wird in Beziehung gesetzt zu einer Veranstaltung zur "Grünen Gentechnologie" (Donnerstag, 20. August, 19.30 Uhr, Martinshaus Hannoversche Str. 28 - Lehrte-Ahlten). Ein kirchlicher Vertreter und die stellv. Leiterin des Pflanzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen diskutieren Chancen und Grenzen der Gentechnik in der Landwirtschaft. Die wachsenden Kenntnisse der Menschen und damit verbunden die gleichzeitige Notwendigkeit der Selbstbeschränkung um des Ganzen willen finden hier ihren Ausdruck.
- einander achten! Menschen kennen Neid, Eifersucht, Konkurrenz, sind aber zur wechselseitigen Achtung und zu gerechtem, friedlichen Zusammenleben aufgefordert. Dieses zu Kain und Abel gehörende Bildmotiv wird mit einem Gottesdienst an einem besonderen Ort verbunden. Er findet gemeinsam mit der Landesbischöfin Frau Dr. Margot Käßmann in der Mineralölraffinerie in Dollbergen statt, die sich auf besondere Weise in den letzten Jahren mit der Wiederaufbereitung von Altöl beschäftigt hat (Donnerstag, 27. August, 18.00 Uhr, Mineralölraffinerie - Dollbergen). Nachhaltige Technik für Gerechtigkeit und Frieden mit den nächsten Generationen soll in diesem Gottesdienst genauso seinen Ort haben wie die Gewissensbildung und das Sichtbarwerden der gesellschaftlichen Verantwortung einer jeden.
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